Filme in unserer Mittwochnachmittags-Reihe:
Mittwoch, 11. März 2026
Habemus Papam (Deutsch)
Regie: Nanni Moretti / 2011
Die Kirchenglocken läuten, weisser Rauch steigt in den Himmel und Abertausende auf dem Platz vor dem Petersdom harren in froher Erwartung. Doch Kardinal Melville (Michel Piccoli) ist panisch. Man hat ihn zum Papst gewählt. Schon bald ist die ganze Welt in Sorge, während der Vatikan verzweifelt nach Lösungen sucht. Wie der Papst selbst auch, nur eben auf seine Art: Er büxt aus...
Nanni Moretti zeigt uns das Oberhaupt der katholischen Kirche von einer ungewohnten Seite: der menschlichen. Sein Papst, der keiner sein will, lässt die Welt für einen Moment stillstehen und führt – nicht ohne sanfte Ironie – vor, wie viel Kraft und Mut es kostet, einer grossen Aufgabe mit Demut und Zweifeln zu begegnen. Ein berührender und zärtlicher,
nachdenklicher und zugleich unwiderstehlich komischer Film, der in Italien zum Sensationserfolg wurde.
Mittwoch, 15. April 2026
Bab’Aziz – der Prinz, der seine Seele betrachtet (OV/D)
Regie: Nazer Khemir 2002
Nacer Khemirs dritter Spielfilm ist ein wunderschönes Märchen in prächtigen Bildern und einer Sprache voller Poesie und Tiefe.
Das lebensfrohe Mädchen Ishtar und ihr alter Grossvater Bab’Aziz, ein blinder Derwisch, sind in der Wüste unterwegs. Ihr Ziel ist das grosse Derwisch-Treffen, das nur alle 30 Jahre stattfindet. Der Ort des Treffens ist geheim und offenbart sich nur jenen, die sich der Stille der Wüste ergeben und sich von ihrem Herzen leiten lassen. Auf der Wanderung durch schier endlose Weiten kommt es zu verschiedenen Begegnungen. Bab’Aziz, der weiss, dass seine Zeit bald gekommen ist, nutzt die Reise mit seiner Enkelin, um seine Weisheiten und die Gabe der Fabulierkunst
an sie weiterzugeben.
Mittwoch, 13. Mai 2026
Thelma
Regie: Josh Margolin / 2024
Als die alleinlebende Rentnerin Thelma von Telefonbetrügern ausgenommen wird und ihr gesamtes Geld verliert, beschliesst die 93-jährige Frau nicht klein beizugeben. Entschlossen, ihr Geld zurückzuholen, nimmt sie die Hilfe von Ben in Anspruch, einem alten Freund, mit dem sie sich zerstritten hatte. Sie begeben sich auf eine Reise quer durch Los Angeles, um die Betrüger zu stellen und auch ihre Freundschaft allmählich wieder aufleben zu lassen.
Der Film wurde von der 103-jährigen Grossmutter von Regisseur Josh Margolin inspiriert, Thelma Post, die zum Zeitpunkt des Drehs auch noch am Leben war. Sie war fast auf einen Telefonschwindler hereingefallen, der sich als ihr Enkel ausgab. Die Wohnung, in der die Tragikomödie gedreht wurde, war die echte Wohnung der echten Thelma.
Mittwoch, 10. Juni 2026
Ich will alles. Hildegard Knef (D)
Regie: Nazer Khemir / 2002
Der Film beginnt und endet mit Knefs ikonischem Song «Für mich soll’s rote Rosen regnen». Ein Lied als Lebensmotto. Hildegard Knef: Weltstar, Stilikone, Grande Dame des Chansons, letzte deutsche Diva, meinungsstark, umstritten. Als Schauspielerin, Sängerin und Autorin feierte sie internationale Erfolge, erlebte krachende Niederlagen und war mehr als fünf Jahrzehnte schöpferisch tätig. Bereits mit 20 wurde sie Teil der deutschen Öffentlichkeit und nie wieder daraus entlassen. ICH WILL ALLES zeigt mit einmaligen Archivaufnahmen die Biografie einer hochbegabten, ehrgeizigen, lakonisch-scharfsinnigen Frau, die der Welt vorführte, wie man Ruhm und Niederlagen überlebt.
Zeit: jeweils 15.00 Uhr
Eintritt
AHV-Bezüger: Fr. 14.-
Übrige Erwachsene: Fr. 17.-
Auskunft
Anmeldung
Keine Anmeldung nötig.
